Stand: 01.10.2026, 13:49 Uhr
Der Euro verzeichnete am Donnerstag weitere Verluste und erreichte den tiefsten Stand seit Ende Mai 2025. Der Abwärtstrend beschleunigte sich, belastet durch eine Mischung aus Faktoren wie den negativen Auswirkungen steigender Ölpreise auf die Inflation und die ohnehin geschwächte Wirtschaft der Eurozone, politischer Unsicherheit und einem erstarkenden Dollar.
Marke von 1,13 durchbrochen
Das Währungspaar EURUSD fiel erstmals seit 17 Monaten unter die Marke von 1,1300 und erreichte ein Tief von 1,1265. Dies entspricht laut technischer Analyse einer 261,8-Prozent-Fibonacci-Expansion der verlängerten dritten Welle eines Fünf-Wellen-Zyklus, ausgehend vom Hoch bei 1,1711 vom 21. August. Damit steuert der Euro auf die dritte Wochenverlustserie in Folge zu.
Technisches Bild: Bärisch, aber überdehnt
Die täglichen Studien zeigen einen klar bärischen Trend, was die kurzfristigen Aussichten trübt. Allerdings deuten der überdehnte 14-Tage-Momentum-Indikator und der überverkaufte RSI darauf hin, dass die Verkäufer zunehmend auf Gegenwind stoßen könnten. Eine mögliche Verschnaufpause im Abwärtstrend könnte zu einer Konsolidierung oder einer begrenzten Korrektur führen, so die Analysten. Angesichts der aktuell zunehmend negativen Fundamentaldaten wird jedoch erwartet, dass ein solcher Rücksetzer begrenzt bleibt.
Widerstands- und Unterstützungszonen
Als erste Widerstandszone gilt das frühere Tief bei 1,1324 vom 24. Juni. Darüber liegt der fallende 10-Tage-Durchschnitt bei 1,1387, der weitere Kursgewinne begrenzen und möglicherweise günstigere Einstiegspunkte für eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung bieten könnte. Auf der Unterseite werden die runde Marke von 1,1200 sowie das 50-Prozent-Retracement der Aufwärtsbewegung von 1,0177 auf 1,2082 bei 1,1130 als nächste Unterstützungen genannt.
Widerstände: 1,1324; 1,1355; 1,1387; 1,1411
Unterstützungen: 1,1265; 1,1200; 1,1130; 1,1100
Für wen ist diese Nachricht interessant?
- Für Anleger, die Positionen in EURUSD halten oder einen Einstieg in diesen Markt erwägen: Die technische Analyse zeigt einen anhaltenden Abwärtstrend, der jedoch laut Indikatoren überdehnt sein könnte. Dies könnte auf eine mögliche Konsolidierung oder begrenzte Gegenbewegung hindeuten, was für die Positionssteuerung relevant sein könnte.
- Für Trader, die auf kurzfristige Kursbewegungen spekulieren: Die genannten Widerstands- und Unterstützungszonen (z. B. 1,1324 und 1,1200) könnten als Orientierungspunkte für Handelsentscheidungen dienen, sofern sich der Markt in diesen Bereichen dreht.
- Für Anleger mit Fokus auf Währungsmärkte und technische Analyse: Die Beschreibung eines Fünf-Wellen-Zyklus und Fibonacci-Expansionen bietet eine spezifische Chartinterpretation, die für diese Gruppe von Interesse sein könnte, um den Trendverlauf einzuordnen.